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hauslo, ich denke, das geht ein wenig zu weit. Folgendes
Anwendungsszenario: Ich komme heim, die Tür öffnet sich
selbsttätig, ich werde mit wohlklingender Musik empfangen. An
meiner Mimik hat der Zentralrechner meine Gemütsverfassung
kalkuliert und spielt meine Lieblingsmusik. Ich betrete das Wohnzimmer
und die Multimedia-Wand projiziert die neuesten Nachrichten vom Tage.
Natürlich gefiltert, denn das System hat wie-im-leben/”>erkannt, daß ich
nciht gerade bester Stimmung bin. Ich setze mich hin und das
Sitzmöbel beginnt mit einer leichten Massage zur Entspannung. Wnig
später stehe ich auf. Aufgrund der Buchungen auf meiner
Kreditkarte weiß das Haus, daß ich auf dem Rückweg in
einem Bistro war und dort einige Espressi hatte. Also folgert das
System, daß ich mich dieser Flüssigkeiten nun entledigen
möchte, öffnet die Toilettentür und schaltet um auf
Naßzelle mit Urinal. Die Hände stecke ich anschließend
in 2 Öffnungen in der Wand, um eine gründliche sterile
Reinigung durchzuführen. Wieder zurück im Wohnzimmer meldet
sich eine wohlmodulierte weibliche Roboterstimme mit französichem
Akzent, daß das Essen nun für mich bereit ist.
Natürlich mein Lieblingsgericht. Mal wieder! Dazu gibt es mein
Lieblingsgetränk und das Videosystem projiziert mir in 3D mit
Super-Dolby-Surround meinen Lieblingsfilm. Auch schon zum 10. Mal in
diesem Monat. Wenigstens habe ich dem Küchenrobot abgewöhnen
können, mich zu füttern. Danach wundere ich mich, daß
noch keiner versucht hat, mich zu erreichen. Ich frage also die
Kommunikationseinheit, ob Nachrichten für mich eingetroffen sind,
denn seit 5 Tagen scheint die Welt mich vergessen zu haben. In der
Queue sind
25 Anrufe, die immer verwunderter werden, daß ich mich nicht
zurückmelde. Der letzte Anruf ist von meiner Freundin, die mir
mitteilt, daß sie nun Schluß mit mir macht, da ich mich
nicht melde. Ich weiß genau, das System hat die Anrufe mal wieder
abgewiesen, obwohl ich daheim war. Ich raste aus und bekomme einen
Schreikrampf. Ich trete gegen den zentralen Datenspeicher und die
Kommunikationseinheit erkennt, daß ich einen Nervenzusammenbruch
habe. Daraufhin wird die Ambulanz gerufen, ohne daß ich einen
Finger rühren muß, und die bringt mich in die
nächstgelegene Anstalt. Aber auch da werde ich wohl umsorgt. Alles
ist wieder gut, denn hier spricht man mit mir - zwar wie mit einem
kleinen Kind, aber das macht mir jetzt nichts mehr aus. Ich mag es, so
viele bunte Kügelchen zu schlucken. Die vielen Farben erheitern
mich und nun habe ich keine Sorgen mehr.
So long,
Mr. T
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