Wenn mit intelligenter Technik nachhaltig Geld verdient werden soll,
dann muß man auch das Paradigma und das Leitbild des “intelligenten
Hauses” kritisch überprüfen.
Richtig ist: der Mensch bringt bis zu 70% seiner Lebenszeit im Haus zu
- wenn er nicht ständig auf Reisen ist.
Die notwendige Technik muß deshalb genau von der überflüssigen Technik
unterschieden werden, weil “Überflüssiges” auf dem Markt auf ein hohes
“Substitutionspotential” trifft. Überflüssige Technik (oder
fehlerhafte, ausgefallene Technik) wird nämlich vom unendlichen
Improvistionsvermögen der Menschen überbrückt.
Ob der Internet-gesteuerte Warennachschub über den Kühlschrank
gesteuert werden muß ist “paradigmatisch” äußerst fragwürdig. Wieviel
einfacher wäre es, wenn man den im Supermarkt eingekauften Warenkorb
auch auf Magnetkarte ausgelesen bekommen kann - um diese dann in einem
Handheld-PC weiterzuverarbeiten. Ein Barcode-Scanner am Handheld-PC
könnte auch noch das “ausbuchen” und “wegwerfen” (in die Mülltonne)
erleichtern.
Dieses einache Beispiel zeigt, das ein internetfähiger Kühlschrank
vermutlich auf einem “falschen” Paradigma basiert. Das
Internet-Paradigma wurde quasi zum “Internet-Barock-Schnörkel” am
Kühlschrank.
So müssen Produzenten und Konsumenten vermutlich höllisch aufpassen,
das Ihnen nicht unnötig viel Mikroprozessoren und Kabelkram zu
Fehlkonstruktionen und Fehlkäufen gerinnen.
Neben der Alltagstauglichkeit wird auch der Preis eine hohe Rolle
spielen. Hohe Wohnkosten belasten bereits die Kaufkraft: die erste
Miete (Tendenz: 11-14 DM/m

hause Pippi,
bei dem Nick kann ich nur so schreiben ;-) Die Sparkassen argumentieren ofmals so:
We sich Miete leisten kann, kann sich auch ein Haus leisen.
Niemand hier kennt die Größe des Hauses, ich nehme hier mal ein ganz
kleines an.
Wenn man dieses Haus als Alterssicherung ansieht (sagen die Banken ja
auch immer, und der Staat unterstreicht es), hat man eine ganz gute
Alterssicherung, denn es fallen die Mietkosten weg. Wenn sich jemand
ein Haus leistet kommt es darauf an wie lange er mit den Abzahlungen
auf andere Dinge verzichten will. Niemand kennt auch hier die wahren
Bedingungen, ich nehme mal an sie wollten 40 Jahre lang abzahlen.
Dann nimmt man mal an, daß sie so max. 400DM im Monat zu Zahlen
hatten. “Aber das ist ja nicht so viel, da bleibt doch jede Menge
über”, könnte man sagen. Nun nehme ich noch an, daß die beiden gar
nicht so Geldgierig gewesen sind, und mit dem zufrieden waren, was
sie hatten, also keinen Handlungsbedarf sahen, als die Geschäfte
durch “Geiz ist Geil- Mutanten” schlechter wurden. Nun nehme ich an,
daß sie in der Anfangsphase der Selbständigkeit durch die “hohen”
Investitionen gar kein Geld übrig hatten, um die Alterssicherung zu
betreiben. Nun nehme ich an, das nach dem Erscheinen ihrer
Kinder/ihres Kindes erst einmal noch weniger Geld für diese Dinge zur
Verfügung stand. Nun nehme ich an, daß dann doch versucht wurde eine
zusätzliche (das Haus gibt es ja schon!)Absicherung aufzubauen. Dann
kam Krankheit: Ein finanzielles Disaster. Aber wenigstens hatten die
drei sich noch, und was könnte schöner sein? Es ist alles also noch
gar nicht so schlimm. Aber das Loch, in das man stürzt nach dem Tode
des Partners ist gewaltig. Und da steht dann niemand, nur die
Pappnasen, die sagen: “Selbst Schuld, hättest ja vorsorgen können!”
Vielen Dank, daß bis hierhin gelesen wurde.
Blödnase

hausicht immer so negativ!
>
> Natürlich gibt es auch schlechte Seiten des Ganzen. Aber Leute, wenn
> ihr euren konventionellen Türschlüssel verliert, dann kommt ihr ohne
> Gewalt anzuwenden auch nicht mehr in Euer Haus.
Es würde doch schon ne einfache Steuerung wie beim Auto -
funkfernbedient und dann zur Not mit den Schlüssel als Schlüssel wie
früher ausreichen.
Und wenn das nicht ist, muß geklingelt werden - bei mir ist immer
jemand da;-)
> Benutze ich allerdings zum Öffnen meiner Wohnungstüre einen
> Netzhautscan, dann ist doch zugegebenermassen die Wahrscheinlichkeit,
> dass ich meine Augen zu Hause vergessen oder unterwegs verloren habe,
> deutlich geringer.
Jaja, sücher sücher. Das ist aber nur ein Schließsystem - da ist noch
nix mit Intelligenz und Haustechnik dabei.
>
Und was heisst hier Stromausfall? Wir haben 2004! Da gibt es unter
> anderem Akkus, die z.B. ein Handy über eine Woche mit Strom
> versorgen. Wenn es sein muss, versorgen diese sogar ein ganzes
> Krankenhaus über Stunden.
>
Du hast ja echt Ahnung. Die Akkus im Handy halten deswegen solange,
weil das Handy sowenig Strom verbraucht.
Eine Notstromversorgung im KH basiert auf Notstromaggregaten.
Akku-Batterien. Ich werd nicht wieder….
Akkuzellen - halten nur eine begrenzte Zeit, dann müssen die
getauscht werden. Die BleiGel-Akkus in den USV wohl drei Jahre.
NiCd und vergleichbare leben noch kürzer.
Soviel zum Thema Umwelt.
eno

haus Viele moderne Autos haben auch kein Schlüsselloch mehr in der
> > Fahrertür. Wer regt sich darüber auf?
>
> Die Fahrertür hat trotzdem immer ein Schlüsselloch. Falls die Technik
> mal versagt oder die Batterie den Geist aufgibt. ;-) >
> > Irgendwie hab ich den Eindruck hier muss erstmal grundsätzlich ALLES
> > als absolut unbrauchbar eingestuft werden was neu ist.
>
> Da stimme ich voll und ganz zu! Ist echt deprimierend zu sehen, wie
> hier immer alles zerrissen wird.
es wird mit Grund alles von Leuten zerrissen, die viel zu oft
schlechte Erfahrungen gemacht haben! Der Vorsatz, dass bei zu vielen
Produkten nur der Profit im Vordergrund steht lässt sich leider nicht
immer nachweisen, dazu müssten viel mehr aus dem Nähkästchen
plaudern. Es gibt zu viele Firmen, die auf Kosten der Kunden ihre
Produkte in den Markt drücken - frei nach dem Motto, Nachbessern ist
immer noch möglich, aber erst mal kassieren. Nur noch weils heute
aktuell
war zu dem “intelligenten Haus”, was passiert eigentlich bei
einem
Erdbeben? Geht das Haus dann von einem Einbruch aus? Und sage
nicht das so was bei uns nicht passiert. Heute Stärke 5 nur 150km von
Freiburg weg. Die C’t hatte mal eine dieser netten SF-Geschichten zu
so einer technischen Entwicklung, ist leider schon wieder Jahre her.

> es wird mit Grund alles von Leuten zerrissen, die viel zu oft
> schlechte Erfahrungen gemacht haben! Der Vorsatz, dass bei zu vielen
> Produkten nur der Profit im Vordergrund steht lässt sich leider nicht
> immer nachweisen, dazu müssten viel mehr aus dem Nähkästchen
Natürlich steht der Profit im Vordergrund oder nimmst Du von Deinem
Arbeitgeber oder Deinen Kunden kein Geld?
> plaudern. Es gibt zu viele Firmen, die auf Kosten der Kunden ihre
> Produkte in den Markt drücken - frei nach dem Motto, Nachbessern ist
> immer noch möglich, aber erst mal kassieren. Nur noch weils heute
Nur ging es in dem Thread darum wie lächerlich es doch sei, dass man
selbst bei einem voll automatisierten Haus noch ne Tür mit Schlüssel
braucht. Da werden die Firmen entwickeln können was sie wollen - ohne
Strom gehts einfach nicht.
Und, wer seinen Türöffner nicht mit einer Ersatzstromversorung
ausstattet hat bei Stromausfall halt Pech gehabt.
Das hat nichts damit zu tun unfertige Produkte auf den Markt zu
drücken.
> aktuell war zu dem “intelligenten Haus”, was passiert eigentlich bei
> einem Erdbeben? Geht das Haus dann von einem Einbruch aus? Und sage
> nicht das so was bei uns nicht passiert. Heute Stärke 5 nur 150km von
> Freiburg weg. Die C’t hatte mal eine dieser netten SF-Geschichten zu
Sind in Freiburg heute alle Alarmanlagen angegangen? Die
Funktionsweise der entsprechenden Sensoren ist die selbe, egal ob das
Haus vernetzt ist oder die Dinger einfach nur analog an einer
Alarmanlage hängen.
Ich hasse es auch, wenn ich etwas kaufe und dann erstmal nach Updates
schauen oder hoffen muss damit das Ding überhaupt leistet was die
Werbung verspricht.
Über solche Dinge kann man auch diskutieren, aber grundsätzlich ALLES
Neue erstmal als scheisse abzustempeln (und es nacher dann trotzdem
zu kaufen!) geht mir persönlich gewaltig aufn Senkel.
Ralf